Techno Mode und Kleidung
Der Beginn der Technoszene hatte ebenfalls einen erheblichen Einfluss auf die deutsche Jugendkultur und ihre Mode. Obgleich sich im Technostyle viele verschiedene Richtungen wie beispielsweise Second-Hand, Retro, der 70er Jahre Stil und sogar der Plastik-Ästhetik Stil vereinen, ist daraus doch eine eigene Richtung mit einem allgemeingültigen Dresscode der verschiedenen Untergruppen entstanden.
Die Bewegung orientierte sich zunächst an Musikern wie der englischen Gruppe Altern 8, die bei ihren Auftritten Kombinationen trugen aus Warnwesten und sogar Schutzanzügen, gepaart mit Trichtern, Staubsaugern und ähnlich abgefahrenen Haushaltsgeräten.

Die Modebranche brachte unter der Bezeichnung Clubwear schnell die wichtigsten Trends des Techno zu Tage um daraus eine eigene Linie zu kreieren. Diese Produkte sind bis heute allerdings recht teuer, obgleich hier neben der eigentlichen Kleidung auch viele Accessoires angeboten werden. Der Streetware Bereich des Techno hingegen ist für weniger Geld zu haben. Wichtig beim Techno waren und sind bis heute aber die geltenden Dresscodes. Bei einer Party in der Ende der 90er bestand dieser aus Schlaghosen, großen Hüten oder Zipfelmützen, weißen Handschuhen und dem nötigen Zubehör wie Schnullerketten und Trillerpfeifen.
Die Nylon Mode der Technobewegung war enganliegend und wurde mit Jacken aus Neopren und Plateauschuhen gekrönt. An den Handgelenken oder um den Hals trug man sogenannte Knicklichter, ein Anglerzubehör, das im Dunkeln leuchtet. Das Piercing war ebenfalls eine wichtige Ausdrucksform der Techno Ära. Heute kann man genau unterscheiden, aus welcher Stilrichtung ein Technoanhänger stammt. Zwar gibt es immer noch Gemeinsamkeiten, die allen Varianten zu Eigen sind, aber Grabber oder Raver lassen sich auf der Tanzfläche eindeutig voneinander trennen.